Matheübungen für den Kindergarten

„Welche Übung passt eigentlich zu meinem Kind?“ Diese Seite ordnet die üblichen Matheübungen für Kindergartenkinder nach Fähigkeiten – damit du nicht irgendein Arbeitsblatt ausdruckst, sondern das, was gerade dran ist.

Redaktion kindermathe.de · Zuletzt aktualisiert:

Kurz gesagt

Gute Matheübungen im Kindergarten sind kurz, spielerisch und knüpfen an etwas an, das dein Kind gerade beschäftigt. Sinnvoll sind vor allem sechs Bereiche: abzählen, Ziffern erkennen, Mengen vergleichen, Formen unterscheiden, Muster fortsetzen und sich in der Zahlenreihe bewegen. Rechnen gehört noch nicht dazu.

Begriff kurz erklärt

Matheübung im Kindergartenalter
Eine kurze Situation, in der ein Kind eine mathematische Idee anwendet – beim Tischdecken, Sortieren, Würfeln oder in einem Spiel. Sie hat ein erkennbares Ziel, aber keine Bewertung.
Passende Schwierigkeit
Die Aufgabe ist richtig gewählt, wenn dein Kind sie mit etwas Nachdenken schafft. Geht alles sofort, darf der Zahlenraum wachsen; geht nichts, wird die Menge kleiner.

Welche Übung passt wozu?

Sechs Fähigkeiten, typische Beobachtungen und jeweils eine Alltagsidee, ein kostenloses Spiel und ein Arbeitsblatt.

Kleine Mengen abzählen

Das beobachtest du: Dein Kind zählt laut mit, verzählt sich aber noch oder lässt Dinge aus.

Übung für zwischendurch: Vier Löffel auf den Tisch legen und gemeinsam antippen – jedes Ding bekommt genau ein Zahlwort.

Mengen vergleichen

Das beobachtest du: „Mehr“ und „weniger“ werden noch nach der Größe statt nach der Anzahl beurteilt.

Übung für zwischendurch: Zwei Reihen Steine paarweise untereinander legen – der Unterschied wird sichtbar.

Zahlenreihe sicher nutzen

Das beobachtest du: Bis zehn aufsagen klappt, „was kommt nach sieben“ noch nicht.

Übung für zwischendurch: Auf der Treppe mitten in der Reihe weiterzählen, nicht immer bei eins beginnen.

So baust du eine Übung auf

  1. Beobachten. Schau eine Woche lang hin, wo Zahlen im Alltag deines Kindes auftauchen und wo es stockt. Das ist die eigentliche Diagnose – nicht ein Test.
  2. Eine Fähigkeit wählen. Nimm genau einen Bereich aus der Liste oben. Mehrere gleichzeitig zu üben verwässert beides.
  3. Mit echten Dingen beginnen. Steine, Löffel, Finger, Knöpfe. Erst danach kommen Ziffernkarten oder ein Blatt Papier.
  4. Ins Spiel wechseln. Wenn die Idee sitzt, festigt ein kurzes Spiel sie, ohne dass es nach Üben aussieht.
  5. Früh aufhören. Beende die Übung, solange dein Kind noch Lust hat. Dann kommt es von selbst wieder darauf zurück.

Häufige Fragen

Wie lange sollte eine Matheübung im Kindergartenalter dauern?
Meist reichen fünf bis zehn Minuten. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern ob dein Kind noch mit Interesse dabei ist. Eine Übung darf enden, bevor sie fertig ist.
Braucht mein Kind Arbeitsblätter im Kindergarten?
Nein. Arbeitsblätter sind eine Ergänzung, kein Muss. Sie helfen Kindern, die gern malen und schreiben. Für viele Kinder bringen Alltagssituationen mit echten Gegenständen mehr.
Wie oft sollten wir üben?
Lieber mehrmals kurz als einmal lang. Zahlen, Mengen und Formen tauchen im Alltag ohnehin ständig auf – diese Gelegenheiten zu nutzen ist wirkungsvoller als ein fester Übungsplan.
Mein Kind mag keine Übungen. Was tun?
Dann ist die Form falsch, nicht das Kind. Verpackt die Aufgabe in ein Spiel, eine Rolle oder eine echte Aufgabe wie Tischdecken. Mehr dazu auf unserer Seite über Mathe lernen ohne Druck.

Dein Kind möchte noch mehr Mathe entdecken?

Roni & Benny bietet spielerische Mathe-Lernspiele für Kindergarten- und Vorschulkinder – zu Zahlen, Mengen, Formen und ersten Rechenideen. 12 Lernspiele lassen sich kostenlos ausprobieren.

500 Lernspiele insgesamt – 12 davon kostenlos. Ein Angebot von Roni & Benny, unabhängig von den kostenlosen Inhalten auf kindermathe.de.